Prävention

D Prävention

D1 Gesundheitskompetenz und Vorsorge

            Informationsprogramme fördern bzw. ausweiten

            Vorsorgeprogramme, Ärzte einbinden

            „Netzplan“ Gesundheitssystem

Vorsorge und Entwicklung der Gesundheitskompetenz sind in Österreich von der Politik sträflich vernachlässigt. Langfristig gesehen hält man ein System nur schlank und die Menschen gesund, wenn sie über Vorsorge, über Krankheiten und über die Aufgaben der verschiedenen Systemebenen im Gesundheitssystem Bescheid wissen. Um diese Kompetenzen zu schulen und weiterzuentwickeln muss der Staat daher auch eingreifen. Benötigt sind diverse, noch zu entwickelnde Maßnahmen, in welche die verschiedenen Systemebenen auch eingebunden werden: Informationsprogramme sowie Vorsorgeprogramme, ein „Netzplan“ Gesundheitssystem muss erstellt und den Bürgern zugänglich gemacht werden.

 

D2 Impfungen

            Empfohlene Impfungen gratis

            Kein allgemeiner Impfzwang, aber verstärkte Aufklärung

            „Öffentlicher“ Dienst nur mit allen empfohlenen Impfungen

Das Thema Impfen muss verstärkt in der Öffentlichkeit behandelt werden. Speziell die Wichtigkeit der „Herdenimmunität“ scheint vielen Impfgegnern nicht klar zu sein. Wir sprechen uns gegen einen Impfzwang aus und setzen auf Aufklärung. Empfohlene Impfungen sollten gratis sein. Um andere, vor allem nicht-impfbare Menschen zu schützen, darf ein Arbeitsplatz im „öffentlichen“ Dienst nur von einem Menschen besetzt werden, der alle empfohlenen Impfungen erhalten hat.

 

D3 Gesundenuntersuchung neu

            Ernährungsberatung, Bewegungsberatung

            Impfberatung

            Neue Untersuchungsparameter

Die derzeitige Gesundenuntersuchung war ein wichtiger Schritt in Richtung Gesundheitskompetenz, ist jedoch aus medizinischer Sicht überarbeitungsbedürftig. Gemeinsam mit den medizinischen Fachgesellschaften sollten die Untersuchungsparameter adaptiert werden. Zusätzlich muss Zeit für Ernährungsberatung, Bewegungsberatung und Impfberatung geschaffen werden.

 


 

D4 Mutter-Kind-Pass

            Ernährungsberatung, Bewegungsberatung, Impfberatung

            Kürzung der Familienbeihilfe als Sanktion

            Zahngesundheit und Mundhygiene

Der Mutter-Kind-Pass ist ein sehr gutes Instrument zur Vorsorge, sollte jedoch auch um Ernährungs-, Bewegungs- und Impfberatung sowie um die notwendigen Themen aus dem Bereich der Zahnheilkunde erweitert werden. Die Sanktionen bei Verweigerung der Untersuchungen sollten auf Kürzung der Familienbeihilfe erweitert werden.

 

D5 Schule

            Verpflichtende Bewegungseinheiten

            Gesundheitserziehung, Ernährungserziehung, Zahnerziehung

            Suchtprävention

Mehr Bewegung in der Schule sollte eigentlich längst eine Selbstverständlichkeit sein. In den Unterricht einzubauen: Gesundheitserziehung, Ernährungserziehung, Zahnerziehung, Suchtprävention. Derzeit besteht keine koordinierte umfassende Datenerfassung über die gesundheitlichen Belange unserer Schulkinder. Eine anonyme, bundesweit standardisierte Datenerhebung gehört daher zum verpflichtenden Aufgabenprofil der Schulärzte. Für eine effiziente Prävention ist es unumgänglich, die Eltern in die Programme einzubauen.