Steuerung

E Steuerung

E1 Hausarztmodell bzw. Vertrauensarztmodell

            Bindung an den Hausarzt/Vertrauensarzt und verpflichtender Einstieg

            Über den Hausarzt/Vertrauensarzt ins System

            Lotsen- und Koordinationsfunktion

            Für Arzt UND Patient freiwillig, aber mit Bonus bzw. Malus

Für ein schlankes und effizientes Gesundheitssystem ist die Einbindung eines Hausarztmodells unerlässlich. Daher fordern wir verpflichtend, im Kassensystem ein Hausarztmodell anzubieten. Die Kriterien eines Hausarztmodells: Der Patient kann sich verpflichten, ins System nur über seinen Hausarzt einzusteigen, den er sich aussucht und an den er sich eine bestimmte Zeit bindet. Für diese Entscheidung muss ein Bonus ausbezahlt werden. Außer in Notfällen ist dieser Arzt dann verbindlich die erste Anlaufstelle, Überweisungen zum Facharzt oder ins Krankenhaus werden nur gemeinsam mit dem Hausarzt ermöglicht. Der Hausarzt übernimmt die Lotsen- und Koordinationsfunktion und hat die Hoheit über alle relevanten Gesundheitsdaten des Patienten. Bei ihm laufen die Informationen zusammen, er pflegt und beurteilt diese Daten und leitet sie bei Bedarf an andere Systemebenen weiter. Für diese Dienstleistung wird ein Pauschalhonorar von der Kasse bezahlt.

 


 

E2 Bonus-Malus-System

            Vorsorge

            Impfungen

            Gesundenuntersuchung

Sämtliche Vorsorgemöglichkeiten im Gesundheitssystem sind mit einem sinnvollen Bonus-Malus-System zu versehen. Wer regelmäßig die Gesundenuntersuchung wahrnimmt, sollte auch vom System belohnt werden. Impfungen und sonstige Vorsorgeprogramme sollten bei Nicht-Einhaltung und folgender Erkrankung mit Kausalzusammenhang zu einem Selbstbehalt führen. Hierbei muss natürlich auf Praktikabilität und leichte Administration geachtet werden. Anfallender Aufwand bei den Leistungsanbietern muss in diesem Zusammenhang abgegolten werden. Wer sich nicht impft und an einer durch Impfung vermeidbaren Krankheit erkrankt, sollte mindestens einen Teil der Behandlung selbst bezahlen müssen.

 

E3 Integrierte Versorgung

            Schnittstellenproblematik lösen

            Case-Management ausweiten

            Folgeverschreibungen

Wer an einfachen Erkrankungen leidet, hat in Österreich einen sehr guten und unlimitierten Zugang zu allen Systemebenen. Mit zunehmender Schwere der Erkrankung wird jedoch dieser Zugang immer schwerer und es macht sich mehr und mehr negativ bemerkbar, dass die verschiedenen Systemebenen nicht nur wenig kooperieren, sondern teilweise sogar gegeneinander arbeiten. Was gebraucht wird sind sinnvolle Konzepte zur Lösung der Schnittstellenproblematik. Ein Ausbau des Case-Managements sollte es für schwer kranke und/oder alte Patienten leichter machen, im System die richtige Behandlung am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu bekommen. Im Bereich Verschreibungen und Folgeverschreibungen muss im ganzen System aus einem Guss gearbeitet werden, mit identischen Regulativen auf allen Systemebenen.