Besondere Patientengruppen

F Besondere Patientengruppen

F1 Kinder

            Wiedereinführung der allgemeinen Förderung Zahnspange

            Spezielle Betreuung chronisch kranker Kinder in der Schule

            Schularzt neu (neues Honorarmodell)

Die allgemeine Förderung der Zahnspange sollte wiedereingeführt werden. Chronisch kranke Kinder bedürfen einer speziellen Betreuung in der Schule, inklusive einer rechtlichen Absicherung für Lehrer und sonstige Betreuungspersonen. Unter Anderem zu diesem Zweck ist die Funktion des Schularztes zu überarbeiten und mit einem neuen Honorarmodell zu versehen. Den bestehenden Defiziten im Bereich Kinderhospiz, Kinderrehabilitation und Kinder- bzw. Jugendpsychatrie muss mit einer Erhöhung des Betreuungsangebots sowie dem Wegfall der entsprechenden Deckelungen im niedergelassenen Bereich begegnet werden.

 

F2 Geriatrische Patienten

            Neue Leistungsposition(en) im Bereich der niedergelassenen Ärzte

            Verbesserung der Strukturen zur Ermöglichung der häuslichen Pflege

            Entwicklung regionaler Versorgungsmodelle bzw. Kooperationen in

            Zusammenarbeit mit Pflegediensten

Geriatrischen Patienten müssen wir besondere Aufmerksamkeit schenken, denn diese Gruppe wird uns in den kommenden Jahren zahlenmäßig an die Kapazitätsgrenzen des Systems bringen. Und darauf sollten wir vorbereitet sein. Dies geht nur, wenn wir neue Leistungs- und Honorarpositionen im niedergelassenen Bereich definieren und die Strukturen zur Ermöglichung der häuslichen Pflege maximal ausbauen. In Kooperation mit lokalen Pflegediensten müssen individuelle regionale Versorgungsmodelle entwickelt, gefördert und natürlich finanziert werden.

 

F3 Chronisch Kranke

            Neue Leistungsposition(en) im Bereich der niedergelassenen Ärzte

            Informationsprogramme und Selbsthilfegruppen fördern bzw. ausweiten

            DMP umbauen und ausweiten

Für chronisch Kranke müssen eigene Leistungspositionen, speziell für den niedergelassenen Bereich entwickelt und eingeführt werden. Dies kann unter anderem durch den Um- und Ausbau der DMP erreicht werden. Hier muss jedoch gelten: Weg von der leistungsbehindernden Bürokratie hin zur sinnvollen Betreuungsmöglichkeit chronisch Kranker. Kein eigenes Zertifikat für Tätigkeiten, die zum „kleinen Einmaleins“ der Ärzteschaft gehören. Informationsprogramme und Selbsthilfegruppen sind von unschätzbarem Wert für chronisch Kranke. Diese sollten daher gefördert und ausgebaut werden.

 

F4 Patienten ohne Deutschkenntnisse bzw. aus anderen Kulturkreisen

            Übersetzungstool für Ordinationen und Ambulanzen

            Leitfaden Gesundheitssystem in den Hauptfremdsprachen

            Leitfaden Medizin für die Hauptfächer/-erkrankungen in den Hauptfremdsprachen

Menschen aus anderen Sprachräumen und Kulturkreisen nehmen zahlenmäßig inzwischen einen großen Anteil innerhalb der Patientenschaft ein. Hierbei kommt es einerseits zu sprachlichen Barrieren zwischen Patienten und Ärzten, andererseits darf natürlich nicht erwartet werden, dass umfassende Kenntnisse über die Funktionsweise und die Behandlungsebenen vorhanden sind. Diesbezüglich muss den Ärzten eine Hilfestellung erbracht werden. Sollten sich vorhandene Kommunikationsschwierigkeiten nicht durch den Arzt oder sein Personal selbst lösen lassen, muss ein Übersetzungstool möglichst online auf Kosten des Bundes in den Ordinationen und Spitälern zur Verfügung stehen. Umfassende Leitfäden über das Gesundheitssystem sowie die Hauptfächer/-erkrankungen müssen in den Hauptfremdsprachen erstellt werden.