Besondere Patienten: Kinder

Besondere Patienten: Kinder

Kind wird von Arzt abgehört

Wir fordern:

Wiedereinführung der allgemeinen Förderung Zahnspange

Spezielle Betreuung chronisch kranker Kinder in der Schule*

Schularzt neu (neues Honorarmodell)

 

 

Die allgemeine Förderung der Zahnspange sollte wiedereingeführt werden. Chronisch kranke Kinder bedürfen einer speziellen Betreuung in der Schule, inklusive einer rechtlichen Absicherung für Lehrer und sonstige Betreuungspersonen. Unter Anderem zu diesem Zweck ist die Funktion des Schularztes zu überarbeiten und mit einem neuen Honorarmodell zu versehen. Den bestehenden Defiziten im Bereich Kinderhospiz, Kinderrehabilitation und Kinder- bzw. Jugendpsychatrie muss mit einer Erhöhung des Betreuungsangebots sowie dem Wegfall der entsprechenden Deckelungen im niedergelassenen Bereich begegnet werden

 

Psychische Probleme bei Eltern chronisch kranker Kinder - es leidet die ganze Familie!

kleiner Junge

Schon das Leben mit gesunden Kindern kann hin und wieder anstrengend sein. Wenn aber chronisch kranke Kinder in der Familie sind, dann ist der Alltag oft kaum zu bewältigen.
Etwa 10% aller vier- bis siebzehnjährigen Kinder sind chronisch krank, wobei Kinder mit Asthma und Allergien die mit Abstand größte Krankheitsgruppe darstellen.

„Ich stürzte in ein schwarzes Loch", erinnert sich eine Mutter nachdem bei ihrer Tochter Diabetes diagnostiziert wurde. Mehrere Monate litt sie an einer schweren Depression und musste sich gleichzeitig um ihre kranke Tochter kümmern. Der Aufwand für Fahrten zu Ärzten und die Pflege des Kindes zwangen sie, ihren Beruf aufzugeben. Nun hängt die ganze Versorgung der Familie am Vater, der sich jedoch seit langem ausgeschlossen fühlt und bereits an Scheidung dachte.

Die Hauptbelastung in der Familie liegt bei den Müttern. Sie pflegen die Kinder, fahren mit ihnen zu den Ärzten und überwachen das Krankheitsmanagement. Das Leben der Mütter verändert sich total, oft fühlen sie sich überfordert, hilflos und wütend. Schuldgefühle machen ihnen zu schaffen - Vereinsamung, Depression und Selbstmordversuche sind die Folge. Während die Mutter immer mehr Zeit mit dem kranken Kind verbringt, fühlt sich der Vater oft vernachlässigt und zurückgedrängt. Die Väter werden immer stärker in ihre Versorgerrolle gedrängt, da auch finanzielle Probleme auftreten. Gleichzeitig haben sie Schuldgefühle, weil sie zu wenig Zeit für ihr Kind haben. Die Väter treten plötzlich in Konkurrenz zu den Müttern, die viel Zeit mit den Kindern verbringen und können sogar auf ihren Nachwuchs eifersüchtig werden. Durch ihre Arbeit haben die Väter aber doch mehr Kompensationsmöglichkeiten als die Mütter.

Nicht nur für die erkrankten Kinder selbst, sondern auch für die Geschwisterkinder ist die Situation belastend. Die Geschwister chronisch kranker Kinder werden auch als "Schattenkinder" bezeichnet, weil sie im Schatten der elterlichen Aufmerksamkeit und Zuwendung aufwachsen. Dabei sind die Geschwister für das kranke Kind oft wichtige Partner.

Angesichts dieser großen Anzahl an Belastungen und Herausforderungen für Familien mit einem chronisch kranken Kind, wäre es wichtig, sie in dieser schwierigen Situation nicht alleine zu lassen. Psychologische Betreuung und kompetente Hilfe durch Behörden z. B. durch die Übernahme der Kosten für eine Hilfskraft zur Unterstützung im Schulalltag, wäre hilfreich.

ACHTUNG!: Patientenlandtag setzt Antrag im Landtag durch!

Teddy Bear

Resolutionsantrag der Abgeordneten Dr. Gabriele Von Gimborn zur Gruppe 2 des Voranschlags des Landes Niederösterreich für 2017, Ltg.-987/V-4 betreffend Betreuung von chronisch kranken Schulkindern

Chronische kranke Kinder in Schulen bedürfen Zuwendung, Aufmerksamkeit und Betreuung. Für diese Schulkinder fühlen sich aber offenbar weder der Bund, die Länder, noch die Gemeinden zuständig und Keiner hat angeblich dafür Geld.

Von den ca. 1,2 Millionen Schulkindern in Österreich leiden ca. 200.000 an chronischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen. Diese Zahl steigt kontinuierlich. Womit man hier wieder den Bogen zur sehr dürftigen Gesundheitskompetenz der Bürger spannen muss und sich auch ruhig fragen darf, inwieweit unsere Umwelteinflüsse wie Lärm- und Lichtbelastung, Luftverschmutzung, Wasserqualität, unsere Qualität der Nahrung und die Nahrungsaufnahme selbst, unsere Pestizidbelastung usw. an dieser dramatischen Entwicklung schuld sind.

Nichts desto trotz haben wir diese Problem, aber Keinen scheint es zu kümmern. Das ist eine große Herausforderung für die Kinder selbst, aber auch für das Lehrpersonal und die Familien. Wir haben derzeit gut in jeder Klasse ein chronisch krankes Kind mit etwas Asthma, Diabetes oder Epilepsie, um nur die häufigsten zu erwähnen.

Es ist hier besonders wichtig, Voraussetzungen zu schaffen, dass diese Kinder trotz ihrer gesundheitlichen Belastung dieselben Bildungschancen wie gesunde Kinder bekommen. Und die Betreuung dieser Kinder darf nicht zu Lasten der Gesunden falle. Ein Spagat, der vom Lehrpersonal kaum abzufangen ist. Das Zentrum für Public Health in Wien hat ein Studie hierzu gemacht und die Interviews mit den Eltern von betroffenen Kindern war mehr als alarmierend. Denn es ist oft tatsächlich so, dass durch Nichtwissen oder Ahnungslosigkeit der Lehrer die Kinder gefährdet werden. Aber umgekehrt kann es auch nicht Aufgabe der Lehre sein, sich mit allen möglichen Problemen von chronisch kranken Kindern auseinanderzusetzen. Besonders arg ist die Situation im Volksschulbereich, wenn Kinder Medikamente nehmen müssen oder Diabeteskinder ständig unter Kontrolle sein müssen. Hier wollen Lehrer oft keine Verantwortung übernehmen, was zu verstehe ist, zumal noch nicht einmal eine rechtliche Absicherung besteht. Hier werden Kinder, Eltern, Lehrer im luftleeren Raum allein gelassen.

Auch das Wissen der Lehrer bei Erste Hilfemaßnahmen ist mehr als dürftig. Auch hier ist Handlungsbedarf im Sinne von regelmäßig verpflichtenden Auffrischungskursen für Lehrpersonal.

Die Gefertigte stellt daher folgenden Antrag:

Der Hohe Landtag wolle beschließen: „Die Landesregierung wird aufgefordert, bei der Bundesregierung vorstellig zu werden, um chronisch kranken Kindern eine adäquate Betreuung – sowohl in rechtlicher, als auch in fachlicher Hinsicht – zukommen zu lassen und ihnen dadurch eine uneingeschränkte Teilnahme in allen Schultypen zu ermöglichen.“

Resolutionsantrag Abg. Dr. Von Gimborn betreffend Betreuung von chronisch kranken Schulkindern angenommen:
Zustimmung ÖVP, SPÖ, FRANK, GRÜNE
Ablehnung FPÖ

Betreuung von chronisch kranken Kindern in Schulen

Zahl der Betroffenen steigt

Ungefähr 200.000 Schulkinder in Österreich von ca. 1,2 Millionen, leiden an chronischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen. Diese Zahl steigt kontinuierlich an. Das wirft natürlich auch die Frage auf, inwieweit unsere Umwelteinflüsse wie Lärm- und Lichtbelastung, Luftverschmutzung, Wasserqualität, unsere Ernährung, unsere Pestizidbelastung usw. an dieser dramatischen Entwicklung schuld sind.

Wir haben ein Problem, um das sich keiner zu kümmern scheint, das aber eine große Herausforderung für die Kinder selbst, aber auch für das Lehrpersonal darstellt. Derzeit gibt es in gut jeder Klasse ein chronisch krankes Kind.

Zu den bekanntesten und gleichzeitig auch häufigsten Krankheiten zählen Epilepsie, Asthma bronchiale und insulinpflichtiger Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).

Es ist besonders wichtig, Voraussetzungen zu schaffen, dass diese Kinder trotz ihrer gesundheitlichen Belastung dieselben Bildungschancen wie gesunde Kinder bekommen. Das Zentrum für Public Health in Wien hat eine Studie hierzu gemacht und die Interviews mit den Eltern von betroffenen Kindern waren mehr als alarmierend. Denn es ist oft tatsächlich so, dass durch Nichtwissen oder Ahnungslosigkeit der Lehrer die Kinder gefährdet werden.

Aber umgekehrt kann es auch nicht Aufgabe der Lehrer sein, sich mit allen möglichen Problemen von chronisch kranken Kindern auseinanderzusetzen. Vor allem im Volksschulbereich, wenn Kinder Medikamente nehmen müssen, ist die Situation sehr belastend. Hier wollen Lehrer oft keine Verantwortung übernehmen, zumal noch nicht einmal eine rechtliche Absicherung besteht. Hier werden Kinder, Eltern und Lehrer allein gelassen.

Unsere Anliegen

1. dass chronisch kranke Schulkinder eine adäquate Betreuung durch geschulte Personen erhalten, die auch rechtlich abgesichert sind und

2. dass Lehrer verpflichtend regelmäßige Auffrischungskurse für Erste-Hilfe-Maßnahmen erhalten